Die größten Unwahrheiten der Mobilfunkkritiker

Da bisher ein umfassender Argumentationskatalog gegen die Unwahrheiten und Lügen der Mobilfunkgegner in der öffentlichen Diskussion fehlt, soll im folgenden eine Übersicht über die am meisten zitierten Behauptungen am Beispiel der Bürgerwelle und die tatsächliche Sachlage gegeben werden. Die unten aufgeführten Punkte sind nur die am häufigsten genannten unwahren Behauptungen.


Das Beispiel Schnaitsee zeigt, wie schädlich Mobilfunk ist

Die Eingangsleistung einer Antenne ist biologisch irrelevant

Elektromagnetische Wellen zeigen eine veränderte Krebsrate bei Mäusen

Direkt unter der Mobilfunkantenne ist die Strahlung am höchsten

Gefahr durch Mobilfunk wurde in der "Kärtner Studie" nachgewiesen

Grenzwerte sind sind fahrlässig und liederlich

Grenzwerte berücksichtigen nur thermische Effekte

In Großbritannien müssen Handys mit Warnhinweisen versehen werden

Mobilfunk führt zu BSE-Erkrankung

Mehr Tumorerkrankungen in Vollersode durch Mobilfunk und Radar

Mobilfunk führt zu biologischen Störungen

Mobilfunk fördert Krebs und schwächt das Immunsystem

Mobilfunk führt zu einer Veränderung der Gehirnströme

Mobilfunk vermindert die Melatoninproduktion

Mobilfunk öffnet die Bluthirnschranke

Mobilfunk ist bereits unterhalb der Grenzwerte gesundheitsschädlich

Niederfrequent gepulste Fernsehsignale haben andere Eigenschaften

Was weiß die Telekom?

 

 

Das Beispiel Schnaitsee zeigt, wie schädlich Mobilfunk ist

Falsch ist
Mißbildungen und Totgeburten von Kälbern, Abfall der Milchleistung bei den Kühen, plötzlicher Tod von Rindern auf einem Bauernhof in Schnaitsee (Landkreis Traunstein) ab 1995 als Folge von elektromagnetischen Feldern durch einen ca. 500 Meter entfernten Mobilfunksender.
Richtig ist
Der Mobilfunksender in Schnaitsee ist seit 1992 in Betrieb. Im Januar 1997 wurden durch Prof. Dr. Klee von der Universität München, der den Viehbestand untersuchte, u.a. der Verdacht auf Haltungsmängel geäußert, was im Mai folgenden Jahres durch ein Gutachten des Gesundheitsdienst Bayern bestätigt wurde und als Grund für einen Teil der Probleme genannt wird. Herr Altenweger, der den Hof bewirtschaftet, hat die Haltungsmängel in einem Interview mit dem Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt (BLW) im Juli 98 bestätigt und zugegeben, dass seine Kühe wegen den beengten Raumverhältnissen teilweise in Hundehaltung aufstehen müssen.

Bei den Untersuchungen wurden darüber hinaus noch verschiedene Infektionen bei den Tieren nachgewiesen. Festgestellt wurde auch, dass die Fehl- und Frühgeburten in den Jahren 97 und 98, trotz weiter in Betrieb befindlicher Mobilfunksendeanlage, kontinuierlich wieder zurückgegangen sind. Die Probleme mit der reduzierten Milchleistung der Kühe traten erst Anfang 1997 auf. Auch hier hat Herr Altenweger im Interview mit der BLW zugegeben, dass ein viertel der Kühe zu diesem Zeitpunkt altmelkend (d.h. nicht trächtig) waren und so die Milchqualität verringert wurde. Nachdem diese Tiere alle geschlachtet waren, stieg die Qualität der Milch wieder an.

Quellennachweis
Infopaket der Bürgerwelle 1998
Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt 27 / 4.7.1998, Seite 42
Tiergesundheitsdienst Bayern, Untersuchung im Bestand Altenweger, Schnaitsee, 1998
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Die Eingangsleistung einer Antenne ist biologisch irrelevant:

Falsch ist
Wer in der Hauptstrahlrichtung einer mit 2 x 15 Watt betriebenen Mobilfunkantenne wohnt, wird nicht mit 30 Watt Leistung beschossen, sondern z.B. bei 56 fachen Antennengewinn mit einer Energie, welche eine kugelförmig abstrahlende Sendeantennen mit 1680 Watt Eingangsleistung entspricht! Die Antennen strahlen die Energie nicht kugelförmig ab, sondern bündeln diese wie Scheinwerfer in die gewünschte Richtung. Außerdem sind die Eingangsleistungen biologisch völlig irrelevant. Was wirklich von Bedeutung ist, sind die effektiven Strahlungsleistungen der Antennen in der Hauptstrahlrichtung.
Richtig ist
Auch für die Bürgerwelle gelten die pysikalischen Gesetzmäßigkeiten unserer Erde, die u.a. besagen, dass man nicht mehr Energie aus einem System herausholen kann, als man hineinsteckt (Energieerhaltungssatz). Das lernt man schon im Physikunterricht der Hauptschule. Alles andere wäre ein physikalisches Wunder. Es bleibt bei 30 Watt Leistung, die von der Antenne abgeben wird. Der oben angegebene Antennengewinn ist nur eine rechnerische Hilfsgröße zur vereinfachten Feldstärkeberechnung hinsichtlich der Richtcharakteristik von Antennen.
Quellennachweis
Physikunterricht der Hauptschule 9.Klasse
CB-Antennen", Stratis Karamanolis, Seite 37-49, Elektra Verlags-GmbH 1989
Bürgerwelle
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Elektromagnetische Wellen zeigen eine veränderte Krebsrate bei Mäusen

Falsch ist
Dr. Michael Repacholi, Beauftragter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Festlegung von Grenzwerten für elektromagnetische Felder, fand bei Mäusen, bei denen die Anlage zu Krebs gentechnisch verstärkt wurde, unter den Einfluß von elektromagnetischen Wellen, wie sie von Mobiltelefonen ausgeht, eine Verdoppelung der Krebsrate. Die Strahlungsleistung die auf den Körper einwirkte betrug exakt der eines Handy-Nutzers (spezifische Absorbtionsrate (SAR) von 0,13 bis 1,4 Watt pro Kilo). Die Bestrahlungsdauer betrug 2x30 Minuten pro Tag.
Richtig ist
Die genmanipulierten Mäuse hatten eine um 20% höhere Anfälligkeit für Krebs. Durch die Größe bedingt, nehmen Mäuse in diesem Frequenzbereich bei gleicher Bestrahlungsleistung 30 mal mehr Energie auf, als der Mensch. Die in Deutschland gültigen Grenzwerte für das Ganzkörper-SAR betragen 0,08 Watt pro Kilogramm, also bis zu 18 mal geringer, wie bei oben genannten Versuch von Dr. Repacholi. Auch die Teilkörper SAR-Werte von modernen Mobiltelefonen erreichen maximal nur niedrigsten Strahlungsstärke des Versuchs von Dr. Repacholi. Der größte Wert der Strahlungsleistung bei diesem Versuch lag nicht bei 1,4 Watt, wie von der Bürgerwelle behauptet sondern bei 4,2 Watt pro Kilogramm. Umgerechnet auf den Menschen wurden diese Mäuse mit einer fast 2000-fach höheren Strahlungsdosis belastet, wie es die Grenzwerte in Deutschland erlauben.

Dr. Repacholi hat bestätigt, dass die Ergebnisse seines Versuchs nicht auf den Menschen übertragbar sind und dass die derzeitigen Grenzwerte einen ausreichend Schutz vor den Schädigungen durch Elektromagnetischen Wellen bieten. Dr. Repacholi ist bei der WHO für die Grenzwerte von Elektromagnetischen Wellen zuständig, die als Vorschlag von nationalen Gremien gedacht sind. In Deutschland sind diese Vorschläge in die Bundesimmissionsschutzverordung übernommen worden

Quellennachweis
Deutsches Ärzteblatt, Heft 13, Seite 845-852, April 1999
Der Spiegel, Ausgabe 20/1997
Nimitz und Mäcker, "Elektrosmog", B.I.-Taschenbuchverlag, Mannheim, 1994
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Direkt unter der Mobilfunkantenne ist die Strahlung am höchsten

Falsch ist
Das Lügenmärchen der Abstrahl-Charakteristik und wie der Strahlungsverlauf in 1 m Höhe über den Boden wirklich aussieht: Die Strahlung soll angeblich immer drastisch mit der Entfernung abnehmen. Dies gilt aber nur für den in der Praxis völlig irrelevanten Fall des exakten Hauptsendestrahls im freien Raum. Gerade unter der Antenne ist die stärkste Strahlung! Unter den Antennen haben wir aufgrund der sogenannten Nebenzipfel und wegen der Nähe zur Antenne eine sehr hohe Abstrahlung. In 100 bis 200 m Entfernung ist oft höhere Strahlung als 15 bis 20 m neben der Antenne.
Richtig ist
Diese Aussage aus den Vortragsunterlagen der Bürgerwelle ist eine bewußte Irreführung und grundlegend falsch. Im Vergleich zum Hauptsendestrahl ist direkt unterhalb der Antenne nur ein verschwindend geringer Anteil an elektromagnetischer Feldstärke vorhanden (Im folgenden Beispiel: ein zehntausendstel).

 

Abstand zur Antenne

1 m

2 m

10 m

12 m

15 m

100 m

200 m

500 m

Leistungsflussdichte Hauptsendestrahl

3822

955,4

38,21

26,54

16,98

0,38

0,09

0,01

Leistungsflussdichte 1 m über dem Boden

0,4

0,3

0,07

0,3

0,03

0,25

0,05

0,02

E-Netz-Basisstation (1800 MHz), Antennenhöhe 10 m, Leistung 2 x 12 Watt, Sektorantenne (Gewinn: 16 dBi / Antennenfaktor 40), Kabeldämpfung 3 dB Messprotokoll: Ing.Büro Honisch, 72813 St. Johann. Alle Werte in µW/ cm2 (Mikrowatt pro Quadratzentimeter). Gesetzlicher Grenzwert: 900 µW/ cmIn den Vortragsunterlagen der Bürgerwelle sind diese Werte unkenntlich gemacht.

Mobilfunkantennen haben bauartbedingt eine starke Richtcharakteristik und einen hohen Antennengewinn in eine bestimmte Richtung. Ein hoher Antennengewinn bedeutet, dass die Energie in eine Richtung gebündelt und abgestrahlt wird. Bei Mobilfunkantennen ist dies eine leicht zur Erde geneigte horizontale Ausrichtung. Direkt unter der Antenne ist das Signal zehntausendmal schwächer als in der Hauptrichtung.

Da man nach unten nur eine kleine Strecke aber horizontal eine größere Strecke funktechnisch überwinden will, ergibt sich aus dieser Bauform der Antenne eine nahezu gleichmäßige Leistungsverteilung um die Antenne. Unter der Antenne ist die Leistung je nach Antennentyp ähnlich hoch, wie 100 bis 300Meter von der Antenne entfernt. Diese elektromagnetischen Felder direkt unterhalb der Antenne liegen in der Regel mindestens um den Faktor 1000 unter den gültigen Grenzwerten und in Bereichen, die sogar die Bürgerwelle als ungefährlich ansieht.

Man sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen zu erwähnen, dass Hochfrequenzsignale, wie zum Beispiel im Mobilfunknetz bei 900 MHz, in nur einem Meter Entfernung zur Antenne um den Faktor 1.000 kleiner sind als direkt an der Antenne. In 3 Meter Entfernung sind die Signale 10.000 mal, in 10 Meter Entfernung 100.000 kleiner als an der Antenne. Dies gilt unabhängig vom Antennegewinn und Strahlungsrichtung. Nach diesen ersten 10 Meter verlangsamt sich der Leistungsabfall zunehmend. Auch diese physikalisch Gesetzmäßigkeiten werden von der Bürgerwelle angezweifelt und als Lügen der Mobilfunknetzbetreiber bezeichnet.

Quellennachweis
Firma Kathrein
Bürgerwelle
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Gefahr durch Mobilfunk wurde in der "Kärtner Studie" nachgewiesen:

Falsch ist
Kärntener Studie: Die epidemologische Vorstudie des Landes Kärnten mit der Universität Wien weist eindeutig nun auch in der Fläche nach, dass die Strahlung der Mobilfunk Basisstationen rd. 70% aller imitierten Strahlungsenergie ausmacht und ganz eindeutig beeinträchtigende bzw. schädigende Wirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung hat.
Richtig ist
In dieser Studie des Instituts für Umwelthygien der Universität Wien wurden insgesamt 180 Personen an 5 verschiedenen Stellen im österreichischen Bundesland Kärnten einbezogen. Von diesen Personen leben 20 in Wohnungen in denen Leistungsdichten von mehr als 2 mW/m2 auftraten. Zwar machten im Durchschnitt die elektromagnetischen Felder durch den Mobilfunk 70% der gesamten hochfrequenten Feldstärken aus, doch erreichten diese maximal nur 30% im Vergleich zu den stärksten Hochfrequenzquellen. Insgesamt lagen die stärksten Hochfrequenzfelder mindesten um den Faktor 600 unter den gesetzlich gültigen Werten.

Es wurden u.a. Daten über die Umweltsituation, gesundheitliche Beschwerden, Psychische Befindlichkeit, Schlafqualität und dem Bereich des Gedächtnisses erhoben. Die Ergebnisse wurden nicht durch ärztliche Untersuchung festgestellt, sonder durch Befragungen und Geschicklichkeitstests. Bis auf dem Bereich der Herz-Kreislaufbeschwerden wurden keine Zusammenhänge mit der Höhe von elektromagnetischen Feldern durch den Mobilfunk festgestellt. Durch die sehr geringe Zahl der befragten und getesteten Personen ist ein statistisch Zusammenhang mit dem Mobilfunk daher nicht möglich (Gruppe der Personen über 2 mW/m2 war wesentlich kleiner als die anderen Gruppen). Prof. Kundi kann aber nachteilige gesundheitliche Auswirkungen nicht ausschließen und schlägt deshalb vor ähnliche, Untersuchungen in größerem Maßstab durchzuführen. Von einem eindeutigen Beweis der Gesundheitsschädlichkeit ist in der ganzen Untersuchung nichts zu lesen.

Im Gegensatz dazu zeigt diese Studie deutlich, dass die meisten aufgetretenen Symptome und Beschwerden eine Zusammenhang mit den Befürchtungen negativer gesundheitlicher Auswirkungen von Mobilfunkbasisstationen zeigen, unabhängig von der Höhe der gemessenen Feldstärken. Hier wird sichtbar, dass die Angst vor Mobilfunk Ursache verschiedenster Beschwerden ist. Diese Ängste werden z.B. durch Organisationen, wie die „Bürgerwelle„ massiv geschürt. Die von der „Bürgerwelle„ als Fakt dargestellten Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk, wie Schlafstörungen, Impotenz, Kopfschmerzen, Depressionen, Migräne, Konzentrationsstörungen und sogar Halluzinationen, konnte nicht bestätigt werden.

Quellennachweis
Bürgerwelle - volger-summary.htm
Bürgerwelle - 1738.htm
Univ.Prof. Dr. M. Kundi, Wien, Dr. M.-L. Mathlaschitz, Klagenfurt, „Erste Ergebnisse der Studie über Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen auf Gesundheit und Wohlbefinden„
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Die Grenzwerte sind fahrlässig und liederlich

Falsch ist
Die Grenzwerte in anderen Länder, wie in der Schweiz oder in Italien sind viel niedriger, als in Deutschland. Dort funktionieren die Mobilfunknetze auch. Im österreichischen Bundesland Salzburg sind die Grenzwerte sogar über tausendmal niedriger. In einigen Ländern wie z.B. Italien nutzen im Vergleich zu Deutschland wesentlich mehr Menschen diese Technologie. Die Reduzierung der Grenzwerte ist also völlig problemlos.
Richtig ist
Die deutschen Grenzwerte sind völlig ausreichend. Hier einige Grenzwertempfehlungen für elektromagnetische Felder bei 900 MHz (D-Netze); alle Werte in Mikrowatt pro Quadratzentimeter:

 

Deutschland Deutschland: 458
Italien Italien: 100
Schweiz Schweiz: 450
Frankreich Frankreich: 1000
Holland Holland: 600
Österreich Österreich: 600
USA USA: 600
ehem. Sowjetunion ehem. Sowjetunion: 10

Darüber hinaus gibt es in Italien einen zusätzlichen Grenzwert von 10 Mikrowatt pro Quadratzentimeter innerhalb von Gebäuden. Der spezielle schweizer Grenzwert von 4 Mikrowatt pro Quadratzentimeter gilt nur für sog. "empfindliche Nutzbereiche". Diese Sondergrenzwerte werden absichtlich und fälschlicherweise von der Bürgerwelle als allgemein und überall gültige Werte in diesen Länder dargestellt.

Da Gebäudewände und Dächer (Ziegel) elektromagnetische Wellen durch Mobilfunksendanlagen in der Regel um den Faktor 100 bis 1000 dämpfen, werden auch die Grenzwerte der strengeren Vorschriften in einigen anderen Ländern in Deutschland eingehalten. Welche Ausführungsbestimmungen in der ehem. UdSSR galten, ist nicht bekannt. Die Einhaltung dieser Grenzwerte wurde nicht kontrolliert. Aber auch dieser Grenzwert wird von allen Mobilfunksendeanlagen in Deutschland eingehalten. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern wird in Deutschland jede Mobilfunksendeanlage auf Einhaltung der Grenzwerte überprüft. Jede Änderung der Leistung oder der Antennenart und Ausrichtung muß angezeigt werden.

Die Grenzwerte für den Mobilfunk sind im Bundesland Salzburg genauso hoch wie auch sonst in Österreich und. Durch die Landessanitätsdirektion Salzburg wurde ein Vorsorgegrenzwert (Salzburger Resolution) der weit unter dem offiziellen Grenzwert in Österreich liegt (1 Mikrowatt pro m2), auf Grundlage der bereits erwähnten Studie von Prof. Röschke vorgeschlagen. Auch hier hat sich Prof. Röschke deutlich gegen den Mißbrauch und der Mißintepretation seiner Studie durch die Landessanitätsdirektion Salzburg gewehrt. Ein Mobilfunknetz kann bei Einhaltung dieser Werte nicht betrieben werden. Auch im Bundesland Salzburg werden diese Werte nicht eingehalten!

Neben den länderspezifischen Grenzwerten gibt es noch die Grenzwertempfehlungen verschiedener mobilfunkritischer Institute wie z.B. des ECOLOG-Instituts, des Nova Instituts sowie des Bundesverbands gegen Elektrosmog. ECOLOG hält eine Absenkung der Sicherheitsabstände des D- und E-Netzes um das 20 bis 30-fache des derzeit von den Behörden festgelegten Wertes für erforderlich. Der  Bundesverband gegen Elektrosmog geht in seiner Forderungen noch  weiter, bei Einhaltung seiner Empfehlung (0,0001 Watt pro cm2 für den Wachbereich und 0,000001 Watt pro cm2 für den Schlafbereich ) können Mobilfunknetze nicht mehr betrieben werden.

Quellennachweis
Elektrosmog - was steckt dahinter?", Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt
Interview mit Prof. Röschke im "Salzburger Fenster", April 2000
Resolution einer Tagung vom 7./8.6.2000 in Salzburg, vgl. Wohnung + Gesundheit 9/00, S. 37
Umweltamt der Stadt Ingolstadt / Artikel im Donaukurier vom 21.03.2001
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Grenzwerte berücksichtigen nur thermische Effekte:

Falsch ist
In den gesetzlichen Grenzwerten sind nur die thermischen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung enthalten, die lediglich Schutz vor Hitzestress bedeuten. Die jetzigen Grenzwerte sind keine Vorsorgewerte und bieten, außer vor Überwärmung keinerlei Schutz für den Körper. Dabei ist längst bekannt, das die sogenannte athermische Wirkung (bei geringen Strahlungsintensitäten, ohne das sich der Körper erwärmt) größte gesundheitliche Konsequenzen hat.
Richtig ist
Die in Deutschland für den Mobilfunk derzeit gültigen Grenzwerte berücksichtigen den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu allen wissenschaftlich nachgewissenen Wirkungen elektromagnetischen Feldern. Diese Erkenntnisse umfassen - entgegen der in der öffentlichen Diskussion häufig zu findenden Auffassung - sowohl die sogenannten thermischen Wirkungen als auch die sogenannten athermischen Wirkungen. Bei der Grenzwertfestsetzung wurden wissenschaftliche Erkenntnisse zu Krebsentstehung und -förderung, Erzeugung und Förderung neurodegenerativer Erkrankungen, Beeinflussung des Hormonhaushalts (Melatonin und andere) berücksichtigt, unabhängig davon, bei welchen Feldstärken die Untersuchungen durchgeführt wurden.
Quellennachweis
Offener Brief des Bundesministers für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Jürgen Trittin an den Pfaffenhofener Bürgermeister Hans Prechter (aus dem Pfaffenhofener Kurier vom 18.10.2001)
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In Großbritannien müssen die Handys mit Warnhinweisen versehen werden

Falsch ist
In Großbritannien müssen Mobiltelefone, analog zu den Hinweisen auf Zigarettenschachteln mit Warnhinweisen versehen werden, die auf mögliche Gefahren insbesondere für Kinder beim Telefonieren hinweisen. Grund dafür sind die Untersuchungsergebnisse einer durch die britische Regierung eingesetzte Expertengruppe.
Richtig ist
Diese Behauptung der Warnhinweise auf Mobiltelefone ist unwahr und beruht auf eine Falschmeldung, die an die Presse weitergegeben wurde. Die wesentliche Empfehlung der britischen Expertengruppe ist die Forderung nach Einhaltung der strengen Grenzwertvorschläge der Strahlenschutzkommission der WHO bei Mobilfunksendestationen und Mobiltelefonen. Im Gegensatz zu Großbritannien werden diese Grenzwerte in Deutschland z.B. beim Mobilfunknetzbetreiber T-Mobil (D1-Netz) bei Sendestationen und verkauften Mobiltelefonen schon seit Jahren eingehalten.
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Mobilfunk führt zu BSE:
Falsch ist
BSE und Elektromagnetische Felder: Stand der Wissenschaft ist, daß nicht eine Infektion durch neuen, nicht zuvor vorhandenen Virus die Krankheit BSE (Rinderwahn) auslöst, sondern dass es Faltungsänderungen von im Organismus vorhandenen harmlosen Eiweismoleküle sind. Elektromagnetische Impulse bewirken Bausteinveränderungen mit Laserwirkung. Die Abwehr gegen BSE basiert auf ungestörten schwachen elektromagnetischen Feldern natürlicher Herkunft.
Richtig ist
Für diese Behauptungen, die einen Zusammenhang zwischen Mobilfunk und BSE konstruieren will, gibt es keinerlei wissenschaftliche Hinweise, geschweige denn Beweise. Es ist richtig, daß die Übertragungswege des BSE-Erregers noch nicht vollständig aufgeklärt sind. Klar ist jedoch, daß es sich um ein infektiöses Protein, ein „Prion„ handelt, das im Körper in einer Art Kettenreaktion letztlich zur Schädigung des Hirngewebes führt. Dieses Prion wird durch die Aufnahme von infektiösem Gewebe über die Nahrung verbreitet.

Die Krankheit trat in England erstmals 1986 bei Rindern auf. Die Epidemie erreichte dort mit über 37.000 Fällen im Jahr 1992 einen Höhepunkt. Seitdem ist die Erkrankungsrate in England rückläufig, 1999 wurden nur noch ca. 2000 Fälle beobachtet. Das epidemieartige Auftreten der Erkrankung und das Fehlen einer zeitlichen Korrelation mit der erst in den späten 90er Jahren stark zunehmenden Verbreitung des Mobilfunks machen deutlich, daß ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten dieser Erkrankung und den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks nicht besteht.

Quellennachweis
Der Bundesminister für Gesundheit und Soziale Sicherung
BSE-Beratung
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Mehr Tumorerkrankungen in Vollersode durch Mobilfunk und Radar

Falsch ist
In der Gemeinde Vollersode bei Bremen (2900 Einw.) sind im Jahre 1996 bei den Bewohnern, die zwischen einem Mobilfunksender und einer Radaranlage der Bundeswehr leben, 20 mal mehr Gehirntumorerkrankungen aufgetreten, als normal (0,413% der Einwohner anstatt 0,02% im Durchschnitt in Deutschland).
Richtig ist
Die Aufzeichnungen des Allgemeinarztes Dr. Egbert Kutz aus Vollersode erstreckten sich über einen Zeitraum von 14 Jahren (1981 bis 1994) in denen insgesamt 12 Fälle von Gehirntumorerkrankungen registriert wurden. Daraus ergibt sich eine statistisch 1,5 mal höher Häufigkeit an Hirntumorerkrankungen. Bezieht man die Nachbargemeinde Hambergen mit ca. 5000 Einwohnern in die Betrachtung mit ein, sinkt die Häufigkeit sogar unter den Durchschnitt (Dr. Kutz hat hiervon ebenfalls Aufzeichnungen gemacht). Jede Tumorerkrankung ist tragisch für den Betroffen und für die Angehörigen. Aus diesem Grunde sollte es sich eigentlich verbieten, mit statistischen Tricks das Leid anderer für unlautere Zwecke zu mißbrauchen.
Quellennachweis
Aus dem Internet der Bürgerwelle e.V  (Vortragsunterlagen) das BW Mobilfunkreferat Janus
Wohnung + Gesundheit 12/97 - Nr.85
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Mobilfunk führt zu biologischen Störungen

Falsch ist
Niederfrequent periodisch gepulste wiederkehrende Frequenzmuster sind offensichtlich biologische Signale, die wichtige Auslösefunktionen für den Stoffwechsel, das Hormonsystem, das Immunsystem, für den Schlaf-Wachrythmus, etc. beinhalten. Durch die niederfrequente Pulsung der hochfrequenten Handy-Netze sind somit vielfältige Entgleisungen unserer Biorhytmik in unsern Stammhirnregionen, bis hin zu einem dramatischen Abfall unseres Immunsystems und einer deutlichen Steigerung unsere Krebsgefährdung zu erklären.
Richtig ist
Nach einer neuen Studie an 420.000 Handynutzern, die im Februar 2001 vom staatlichen dänische Krebsinstitut veröffentlicht wurde, ergab sich bei diesen keine erhöhte Rate bei Tumoren des Gehirns, des peripheren Nervensystems und der Speicheldrüse sowie Leukämie gegenüber der jeweiligen mittleren Erkrankungsrate in der dänischen Bevölkerung.

Auch bei einer schwedischen Studie aus dem Jahr 1999 konnte z.B. keine höhere Rate an Hirntumoren bei Mobiltelefonbenutzern festgestellt werden.

Quellennachweis
Staatliches Dänisches Krebsinstitut (Journal of the National Cancer Institute)
International Journal of Oncology, Dr. Hardell
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Mobilfunk fördert Krebs und schwächt das Immunsystem

Falsch ist
Mobilfunkstrahlung kann Krebserkrankungen fördern, das Immunsystem schwächen, bestimmte Hirnleistungen stören und das Erbgut schädigen. Das sind die Ergebnisseeiner von der Telekom-Tochter T-Mobil in Auftrag gegebenen Studie des ECOLOG-Instituts in Hannover. Die Untersuchung nimmt im wesentlichen eine Sichtungund Bewertung der bisher zum Thema veröffentlichten Primärliteratur vor. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse empfiehlt das Institut eine drastischeSenkung der Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch Mobilfunkanlagen von derzeit 2bis 9 Watt auf 0,01 Watt pro Quadratmeter, insbesondere in der Nähe von Wohnungen,Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern.Ecolog-Studie: Als umfangreiche kritische Sichtung der wissenschaftlichen Literatur läßt die Studie keinerlei Zweifel mehr, dass die hochfrequente und gepulste elektromagnetische Sendestrahlung von Antennen-Basistationen, Handys und schnurlosen Haustelefonen mit unterschiedlichsten Effekten nachweisbar und wesentlich gesundheitsschädlich ist.
Richtig ist
Die erwähnte Ecolog-Studie ist eine Teilstudie eines Gesamtprojektes. Auf Basis einer identischen Aufgabenstellung sollten vier voneinander unabhängige Institute zu Fragen der Wirkung elektromagnetischer Felder die aktuell vorliegenden wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema sichten und bewerten. Es handelt sich hierbei um Arbeiten folgender Institute:

    Forschungszentrum für Elektro-MagnetischeUmweltverträglichkeit / RWTH Aachen,
    das Öko-Institut e.V. in Darmstadt
    und die Humboldt Universität in Berlin.

Das RWTH Aachen und die Humboldt Universität sehen überhaupt keinen Handlungsbedarf bei den bestehenden Grenzwerten für Mobilfunksendanlagen. Das Öko-Institut fordert ebenfalls keine Senkung der Grenzwerte, sondern ein Minimierungsgebot bei elektromagnetischen Feldern und Schutzzonen um Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten ohne direkt dafür spezielle Grenzwerte vorzuschlagen. Nur das Ecolog-Institut schlägt einen Grenzwert von 500000 Mikrowatt/m2 (0,5 W/ m2 = 50 Mikrowatt/cm2) vor. Für Orte mit empfindlicher Nutzung (Wohngebiete, Schulen, Spielplätze, Kindergärten) werden 10000 Mikrowatt/m2 (0,01 W/ m2= 1 Mikrowatt/cm2) gefordert.

Nur aufgrund von Eigenbewertungen einzelner Gutachten kommt das Ecolog-Institut zur Behauptung, dass die Grenzwerte geändert werden sollen. Die Verfasser der Studien selbst kommen zu anderen Schlußfolgerungen. Keine einzige begutachtete Studie der Ecolog-Untersuchung (über 150 Studien) zeigt nachweislich irgendwelche Effekte unterhalb der zur Zeit gültigen Grenzwerte im Hinblick auf die Höhe der elektromagnetischen Felder von Mobilfunksendestationen.

Die Ecolog-Studie wurde im April 2000 fertiggestellt (die anderen drei Studien Ende 2000). In einer Veranstaltung zum Thema Mobilfunk im niedersächsischen Lohnde im selben Monat sagte der geladenen Vertreter des Ecolog-Instituts Hartmut Voigt, dass die Anwohner der örtlichen Mobilfunksendestation im Lohndener Kirchturm elektromagnetische Strahlung nicht fürchten müssen. Im weiteren seiner Ausführungen, stellte der Mitarbeiter des Ecolog-Instituts klar, dass für Handynutzer die Mobilfunkanlage in jedem Fall von Vorteil ist, da durch den kürzeren Weg vom Mobiltelefon zum Sender die Strahlung wesentlich verringert wird.

Quellennachweis
Bürgerwelle - volger summary
Bürgerwelle - Heise
Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22.04.2001, „ Experten sind sich einig: Keine Gesundheitsgefährdung„
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Mobilfunk führt zu einer Veränderung der Gehirnströme

Falsch ist
Kurzzeitige Handy-Gespräche verändern die Gehirnströme und das schon bei 0,1 Mikrowatt pro Quadratzentimeter (gesetzlicher Grenzwert in Deutschland: 476 Mikrowatt pro Quadratzentimeter). Dies sei noch nach Stunden mit dem Elektroenzephalogramm (EEG) nachweisbar. Dies wurde in einem Versuch von Lebrecht von Klitzing nachgewiesen (1992). Selbst bei einem Versuch im Auftrag der Deutschen Telekom sei dies gelungen. Herr Klitzing behauptet, sein Versuch sei problemlos reproduzierbar.
Richtig ist
Abgesehen davon, dass man mit einem EEG nicht nachweisen kann, ob momentane Gehirnäktivitäten durch Einflüsse ausgelöst wurden, die mehrere Stunden zurückliegen, sind die oben erwähnten Aussagen alle falsch. Die Untersuchung führte er nicht mit einem Mobiltelefon bei 900 MHz durch, sondern mit einem Therapiegerät bei 150 MHz, eine gänzlich anderen Frequenzbereich, wie beim Mobilfunk.

1994 bekam Herr Klitzing von der Forschungsgemeinschaft Funk den Auftrag, den von ihm propagierten Einfluß von extrem niedrigen gepulsten Hochfrequenzfelder auf das EEG unter seriösen wissenschaftlichen Bedingungen nachzuweisen. Es gelang ihm nicht. Das hält Herrn Klitzing aber nicht davon ab, immer wieder in der Öffentlichkeit das Gegenteil zu behaupten und als renommierter Spezialist aufzutreten.

Tatsache ist, dass es etliche Untersuchungen gibt, die die Behauptungen von Herrn Klitzing widerlegen (Klinikum Großhadern, 1999, München; CETECOM, 1994, Essen; Joachim Röscke, 1997, Mainz; Neurologische Universitätsklinik, 1995, Bochum; Akademie für Technikfolgenabschätzung, 1995, Baden-Württemberg). Zwar konnten in einer Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitschutz und Arbeitsmedizin 1998 in einer von mehreren Testreihen bei eingeschaltetem Mobiltelefon eine Veränderung der Gehirnaktivitäten aufgezeigt werden, doch waren die Leistungsdichten bei diesem Experiment um 2000 mal stärker, als die Werte beim Versuch von Herrn Klitzing.

Eine 1996 von der Universität Lübeck veröffentliche Studie beschrieb ebenfalls Veränderungen in den Hirnströmen von untersuchten Personen. Kritiker merkten dazu an, die Probanden seien während der Messung schlicht eingeschlafen, wogegen die Untersucher sofort protestierten. Ob es Menschen gibt, die besonders sensibel auf elektromagnetische Ströme und Felder reagieren, ist jedoch nicht bewiesen.

Quellennachweis
Forschungsgemeinschaft Funk e.V., Newsletter 3/98
Bay. Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen
Interview mit Prof. Röschke im "Salzburger Fenster", April 2000
Neitzke, van Capelle u.a., "Risiko Elektrosmog", Birkhäuser Verlag, Basel, 1994
M. Hermann, "Elektrosmog kontrovers", Deutsche Universitäts Verlag, Wiesbaden, 1997
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Mobilfunk vermindert die Melatoninproduktion

Falsch ist
Niederfrequente und auf Hochfrequenz aufmodulierte Informationen, wie Sie im Mobilfunk Verwendung finden vermindern die Melatoninproduktion (Schlafhormon) im Gehirn. Dies führt zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Gedächnisschwäche, Nervosität, Potenzproblemen, Abwehrschwäche gegen jegliche Erkrankungen, Depressionen und Streßanfälligkeit.
Richtig ist
Als Beweis dieser Aussage wird auf die Untersuchungen des Mediziners Prof. Joachim Röschke von der Universität Mainz verwiesen. Prof. Röschke hat sich mehrfach in Interviews und wissenschaftlichen Veröffentlichungen gegen die Mißinterpretationen seiner Untersuchungen durch Mobilfunkgegenern gewehrt. In insgesamt 4 Studien wurden die Auswirkungen von elektromagnetischen Wellen durch Mobiltelefonen auf den menschlichen Schlaf untersucht. In der ersten Studie unter unkontrollierten Untersuchungsbedingungen wurden Auswirkungen auf den Schlaf festgestellt, die aber in den folgenden drei wissenschaftlich fundierten Untersuchungen nicht bestätigt werden konnten.

Auch bei der Rinderstudie wurde die Melatoninkonzentration bei den Tieren im Abhängigkeit der elektromagnetischen Feldern auf den Bauernhöfen gemessen. Im Gegensatz zu den Anschuldigungen der Bürgerwelle konnte eine Reduzierung der Melatoninwerte bei den Rindern in der Nähe von Mobilfunksendeanlagen nicht festgestellt werden. Stattdessen konnte dort eine leichte Erhöhung des Melatoninspiegels bei den Tieren während der Nacht beobachtet werden.

Hinweis der Redaktion:

Weitere drei Studien haben mit unterschiedlichen Versuchsansätzen die Hypothese überprüft, ob Mobilfunkfelder die Melatoninproduktion des Menschen hemmen. Keine der drei Studien hat diese Hypothese bestätigt. Dies deckt sich auch mit den Ergebnissen aus zahlreichen Tierversuchen. So folgert denn auch die deutsche Strahlenschutzkommission in Ihrer aktuellen Empfehlung vom September 2001: "Es gibt derzeit keine Hinweise, dass hochfrequente elektromagnetiche Felder des Mobilfunks die Melatoninkonzentration verändern."

Quellennachweis
Rinderstudie
Bewertungsgrundlagen:
  1. Mann K, Wagner P, Brunn G, Hassan F, Hiemke C, Roschke J. Effects of pulsed high-frequency electromagnetic fields on the neuroendocrine system. Neuroendocrinology 1998 Feb;67(2):139-144.
  2. de Seze R, Ayoub J, Peray P, Miro L, Touitou Y. Evaluation in humans of the effects of radiocellular telephones on the circadian patterns of melatonin secretion, a chronobiological rhythm marker. J Pineal Res 1999 Nov;27(4):237-242.
  3. Radon K, Parera D, Rose DM, Jung D, Vollrath L. No effects of pulsed radio frequency electromagnetic fields on melatonin, cortisol, and selected markers of the immune system in man. Bioelectromagnetics 2001 May;22(4):280-287
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Mobilfunk öffnet die Bluthirnschranke

Falsch ist
Neue schwedische Forschungen zeigen, dass die Strahlung von mobilen Telefonen die Blut-Hirn-Schranke öffnet und so den Schadstoffen leichter macht, in das Gehirn zu gelangen. Neurochirurg Prof. Leif Salford und Neuropathologe Prof. Arne Brun sowie Strahlenphysiker Dr. Bertil Persson von der Universität Lund in Schweden veröffentlichten ihre Forschungsergebnisse im September 1999. Die fein säuberlichen sezierten Rattenhirne weisen als Folge der Mobilfunkstrahlung deutlich sichtbare Spuren auf. Die Gehirne sind übersät mit dunklen Flecken und deutlich geschädigt.
Richtig ist
Eine Nachfrage bei Dr. Bertil Persson ergab, dass die Forschungsgruppe im Jahr 1999 zu diesem Thema überhaupt keine Forschungsarbeiten veröffentlicht hat. Auch in den wissenschaftlichen Datenbanken fanden sich für diesen Jahrgang keine Untersuchungen dieser Forschungsgruppe. Studien zu diesem Thema wurden von den genannten Wissenschaftlern zwischen 1994 und 1997 durchgeführt. Von geschädigten Gehirnen und dunklen Flecken ist dort nichts zu lesen. Die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke konnte eindeutig nur für elektromagnetischen Feldstärken weit oberhalb der gültigen Grenzwerte festgestellt werden und kann demnach thermischen Wirkungen zugeordnet werden.

Übrigens war die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke bei kontinuierlichen ungepulsten Wellen doppelt so hoch, wie bei gepulsten elektromagnetischen Wellen. Durch die Größe bedingt, nehmen Ratten in diesem Frequenzbereich bei gleicher Bestrahlungsleistung 20 mal mehr Energie auf, als der Mensch. Dies sollte bei allen Untersuchungsergebnissen mit Kleintieren beachtet werden.

Ein anderer Teil der Untersuchungen dieser schwedischen Studie ging der Frage nach, ob elektromagnetische Felder Krebs fördernd wirken können. Diese Annahme konnte weder bei ungepulsten noch gepulsten Wellen bestätigt werden. Die Ergebnisse dieses Teils der Studie werden von den Mobilfunkgegenern verschwiegen.

Anmerkung der Redaktion:

Zur Öffnung der menschlichen Blut-Hirn-Schranke folgende ineressante Feststellung des Krebsinformationsdienstes:

"...Besonders die sehr bösartigen Formen von Hirntumoren erfordern grundsätzlich eine Kombination von Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Letztere kann bei Tumoren im Gehirn allerdings nur in begrenztem Umfang sinnvoll eingesetzt werden, da die meisten zur Krebsbehandlung verwendeten Medikamente nur schlecht an ihren Zielort im Gehirn gelangen. Ursache ist die Blut-Hirn-Schranke, eine Art Filter in den Blutgefäßwänden des Gehirns, der nur für bestimmte Substanzen durchlässig ist..."

Bei der Behandlung von Tumorerkrankungen des Gehirns wäre also eine Öffnung der Blut-Hirn-Schranke wünschenswert, das ist  jedoch bisher nicht gelungen. Wenn die Behauptung der Bürgerwelle also nur annähernd richtig wäre,  könnten die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks tatsächlich dazu beitragen, solchen Menschen zu helfen.

Quellennachweis
Ökotest 4/2001
Bundesamt für Strahlenschutz 1998
Krebsinformationsdienst
FZ-Jülich
ACM
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Mobilfunk ist bereits unterhalb der Grenzwerte gesundheitsschädlich

Falsch ist
Es gibt international Unmengen an wissenschaftlich fundierten Untersuchungen und Studien, die die Schädlichkeit von elektromagnetischen Felder, mit Stärken weit unterhalb der in Deutschland gültigen Grenzwerte für Mobilfunk, beweisen.
Richtig ist
Das Bundesamt für Strahlenschutz in Oberschleißheim bei München bewertet alle Arbeiten, Untersuchungen und Studien, die zu diesem Thema veröffentlicht werden. Doch bisher konnte noch kein einziger wissenschaftlich gesicherter Nachweis erbracht werden, der beweist, dass gepulste Strahlen aus Mobiltelefonen die menschliche Gesundheit in irgendeiner Form beeinträchtigen.
Quellennachweis
Bundesamt für Strahlenschutz 1998
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Niederfrequent gepulste Fernsehsignale haben andere Eigenschaften

Falsch ist
Die ebenfalls niederfrequent gepulsten Fernsehsignale haben völlig andere Eigenschaften, wie die von Mobilfunksystemen und unterscheiden sich von diesen durch eine wesentlich geringer Dynamik (Unterschied zwischen schwächsten und stärksten Sendepegel).
Richtig ist
Physikalisch gesehen macht es überhaupt keinen Unterschied, ob ein Signal um den Faktor 100 oder wie im Mobilfunk fast auf 0 reduziert wird. In beiden Fällen lässt sich der niederfrequente Anteil des Signals auf den Meßgeräten eindeutig und deutlich erkennen. Da Fernsehsignale mit einer wesentlich stärkeren Leistung pro Sender (bis 1.000.000Watt, z.B.: Olympiaturm München 200.000 Watt) als Mobilfunksignale (10-50 Watt) abgestrahlt werden, ist der tatsächliche Unterschied bei Fernsehsignalen noch viel größer.

Gepulste Signale kommen nicht nur in der Funktechnik vor, sondern auch vielfältig in jeder Wohnung. Dimmer, zur Helligkeitsregelung von Lampen, Bildschirme, wie Fernseher und Computermonitore, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, Satellitenreceivern, Hausantennenverteilanlagen, sowie die "Schnurrlosen Telefone" erzeugen weit größere gepulste Elektromagnetische Felder, wie der Mobilfunk. In Zukunft werden Anwendungen, wie das Internet aus der Steckdose und "Drahtlose Stereoanlagen" dazukommen.

Quellennachweis
Ökotest
Bundesamt für Strahlenschutz 1998
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Was weiß die Telekom?

Falsch ist
Was weiß die Telekom: Prof. Dr. Semm forschte jahrelang für die deutsche Telekom. Bereits 1995 stellte er fest, daß bei Bestrahlung mit gepulster Hochfrequenz (D-Netz 900 MHz), weit unterhalb der Grenzwerte, 60% der Nervenzellen falsch reagieren. Prof. Semm machte diese Feststellung noch bei 200 nW/ cm2. Das ist 2350-fach unter dem gültigen Grenzwert. Diese Versuche wurden in einer Zusammenfassung für interne Telekom-Kreise gedruckt. Weshalb die Studien unveröffentlicht in einer Schublade verschwanden, ist klar. Da Prof. Semm seine Studienergebnisse nicht manipulieren ließ, wurde er von der Telekom entlassen.
Richtig ist
Der oben beschriebene Versuch wurde mit Vögeln (Zebrafinken) durchgeführt. Sehr vorteilhaft ist es, dass auf den Internetseiten der Bürgerwelle auch der englische Orginaltext der Veröffentlichung dieser Forschungsarbeit vorhanden ist. In der deutschen, von der Bürgerwelle übersetzten Version ist zu lesen, dass der Versuch bei 100 Mikrowatt/ cm2 durchgeführt wurde. Das ist nicht 2350-fach unter dem gültigen Grenzwert sondern nur 4-fach.

In der englischen Orginalversion steht, dass dies der durchschnittliche Wert war, d.h bei einer Pulsung von 217 Hz, beträgt die Leistungsdichte des Sendesignals acht mal soviel wie der Durchschnitt (800 Mikrowatt/ cm2) und ist somit fast doppelt so stark, wie der deutsche Grenzwert. In der deutsche Übersetzung (durch Bürgerwellenprotagonist Siegfried Zwerenz) fehlt der Hinweis auf den Durchschnitt! Leider ist der Versuch in der Veröffentlichung sehr schlecht dokumentiert um weitere Aussagen über die Ergebnisse machen zu können. Es reicht aber, um die Behauptungen der Bürgerwelle eindeutig zu widerlegen.

Die Ergebnisse dieser Studie wurden bereits 1996 bei der Telemetriekonferenz in Garmisch-Partenkirchen von der Telekom autorisiert vorgetragen und das Abstrakt im Programmheft veröffentlicht. Von einer Verheimlichung kann keine Rede sein. Wahrscheinlich aus Verärgerung darüber, dass nach Ende der Forschungsarbeiten Prof. Dr. Semm keinen weiteren Folgeauftrag erhielt, behauptet er nun, dass er die genannten Effekte bereits bei 200 Nanowatt/cm2 gemacht hätte. Für diese Aussage gibt es keinerlei wissenschaftlichen Nachweis. Mittlerweile erstellt Prof. Dr. Semm als Mobilfunkgegner Gutachten zu Mobilfunksendeanlagen, die jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren und wohl eher rein finanzielle Hintergründe haben.

Quellennachweis
Bürgerwelle
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Werner Rixner, im Oktober 2001


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