Das Ende des Tackerns

Mobilfunkstrahlung in Oberammergau im grünen Bereich

Oberammergau (mm) - Entwarnung für Oberammergau: Die Belastung durch Mobilfunkstrahlung in der Ammertalgemeinde (Kreis Garmisch-Partenkirchen) liegt im Normalbereich und weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Das haben Messungen des Bayerischen Landesamts für Umwelt ergeben. Die Ursache für das mysteriöse Tackern, das die örtliche Bürgerinitiative im Niederfrequenzbereich entdeckt hatte, sei aufgeklärt: Es handele sich um ein Kontrollsignal der Sendeanlagen. Es werden also keine zusätzlichen elektromagnetischen Felder ausgesendet.

In Oberammergau hatten Anwohner immer wieder über gesundheitliche Beschwerden nach Umstellung der örtlichen Handymasten geklagt. Strahlengegner wie Suzanne Sohmer bewegen sich nur noch im Schutzanzug fort, der Pfarrer zog in den Wald. Auch jetzt traut die Bürgerinitiative dem Frieden nicht. "Die Techniker des Umweltamts sind keine Ärzte", stellt Werner Funk von der Bürgerinitiative klar. Die gesundheitlichen Probleme von über 250 Menschen seien nicht einfach von der Hand zu weisen. "Das Landesamt sieht trotzdem keinen Handlungsbedarf."

Gehandelt hat die Behörde allerdings. Dreimal rückten Fachleute in den Ort ein, die die Strahlung in den angeblich besonders belasteten Gebäuden gemessen hatten. Sie kontrollierten auch Strahlungsstärke von schnurlosen Telefonen und Internetzugängen sowie Mikrowellenöfen. Sogar Strahlung von Personen wurde mit einem speziellen Gerät gemesen. Das Ergebnis: Maximal fünf Prozent des Grenzwertes wurden erreicht.

Funk gibt zu, dass sich die Strahlungs-Intensität seit der Technik-Umstellung nur unwesentlich erhöht habe. "Allerdings hat sich gleichzeitig der Empfang verbessert." Seine Folgerung: "Die übertragene Information der Technik greift in die Steuerung unserer biologischen Regelkreise ein, weil sie im gleichen Frequenzbereich liegen." Das Tackern hat sich in Oberammergau scheinbar nicht erledigt.

Quelle: Dachauer Nachrichten, Dachau vom 31.03.2007


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