Quelle:
Medieninformation des österreichischen 'Forum Mobilkommunikation' (FMK) vom 04.03.02
BAKOM-Bericht für Versachlichung der Salzburger Mobilfunkdiskussion nutzen
"Was die Netzbetreiber immer offen sagen, aber manche nicht hören
wollen, ist nun quasi amtlich: Das Salzburger Milliwatt ist politische
PR, aber nicht Realität. Mit den im Auftrag des Schweizer Bundesamtes
für Kommunikation (BAKOM) von den Austrian Research Centers Seibersdorf
vorgenommenen Messungen an Salzburger GSM-Basisstationen wurde nachgeprüft,
ob in Salzburg ein flächendeckendes Mobilfunknetz mit einem Milliwatt
pro Quadratmeter Leistungsflussdichte existiert oder nicht. Allem medialen
Süßholz lokaler PolitikerInnen zum Trotz erweist sich nun:
Ein solches Netz existiert nicht", stellte Thomas Barmüller,
Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation, heute anlässlich
der Veröffentlichung des BAKOM-Berichtes fest. Dieser BAKOM-Bericht muss auch von der Lokalpolitik als Chance
begriffen werden, endlich eine sachliche Diskussion über den Mobilfunk
in Salzburg zu führen. Die Mobilfunkbetreiber sind dazu gerne bereit,
so Barmüller. Das FMK hatte bei diesem Projekt eine koordinierende
Funktion bei der Auswahl der Standorte übernommen. Im weiteren Ablauf
habe man bewusst auf eine Einbindung verzichtet, damit die Ergebnisse
am Ende nicht in Frage gestellt werden würden. Gleichzeitig habe man völlige Transparenz gewährt: Das gesamte
Projekt wurde sowohl den politisch Verantwortlichen als auch Salzburger
MedienvertreterInnen bereits als Entwurf am 9. Juli 2001 in Salzburg vorgestellt,
Anregungen noch aufgenommen. So wurden etwa die zu messenden Standorte
nach Maßgabe genauer durch das BAKOM festgelegter Auswahlkriterien
unter notarieller Aufsicht in einem Losverfahren von einem Vertreter der
Stadt Salzburg gezogen: Dieser Auswahlmodus war ein Vorschlag von
Dr. Gerd Oberfeld. Wir haben ihn aufgegriffen, um endlich für die
Mobilfunkdiskussion in Salzburg eine verbindliche Diskussionsgrundlage
zu schaffen, so Barmüller. Nun zeige der BAKOM-Bericht, dass die Aussagen der Netzbetreiber, sie
könnten kein flächendeckendes Mobilfunknetz unter Einhaltung
des Salzburger Milliwatts aufbauen, der Wahrheit entspricht: Hoffentlich
nutzen die Salzburger PolitikerInnen diesen Bericht um eine Versachlichung
der Mobilfunk-Diskussion einzuleiten, sagte Barmüller. Er wies
darauf hin, dass Briefe der Netzbetreiber seit Jahren beharrlich
von der Lokalpolitik ignoriert würden: Betrogen wird dabei
vor allem die Bevölkerung, weil eine nicht zu erfüllende Erwartungshaltung
aufgebaut wird, die auf absehbare Zeit weder technisch noch wirtschaftlich
realistisch ist, so Barmüller. Die Interpretation der Messergebnisse
durch das BAKOM lasse nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig:
Der Betrieb eines Mobilfunknetzwerkes mit tieferen Grenzwerten als
den in der Schweiz angewandten, ist nicht möglich. Die Auswertung
der Messungen am Salzburger Mobilfunknetz hat ergeben, dass der extrem
tiefe Salzburger Grenzwert für die Strahlung von Mobilfunksendeanlagen
aus technischen und betrieblichen Gründen auf städtischem Gebiet
nicht einzuhalten ist. (...) Die Umsetzung des "Salzburger Modells"
für die Schweiz ist damit aus technischen und wirtschaftlichen Konsequenzen
nicht möglich., so die BAKOM-Schlussfolgerungen. Für Rückfragen steht Ihnen im FMK zur Verfügung: Forum Mobilkommunikation
Mag. Thomas Barmüller
Telefonisch am Wiener Festnetz und
bei allen Betreibern unter 588 39 38
Fax: (01) 586 69 71
E-Mail: barmueller@fmk.at
www.fmk.at
Mariahilfer Straße 37-39, 1060 Wien
Ausführlicher Messbericht der BAKOM
weitere Informationen zum Salzburger Vorsorgewert