Auswirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit
Zusammenfassung des Berichts einer durch den Britischen Beirat für Radiologische Schutzbestimmungen (National Radiological Protection Board, NRPB) beauftragten unabhängigen Beratungskommission für nichtionisierende Strahlung
nicht autorisierte Übersetzung: Klaus Grieninger
Der Bericht untersucht mögliche Auswirkungen des Einflusses hochfrequenter Felder (HF) auf die Gesundheit. Dabei liegt die Betonung auf Arbeiten, die seit der Überprüfung durch die "Unabhängige Expertengruppe für Mobilfunk" (IEGMB) im Jahre 2000 erstellt wurden. Es gibt zahlreiche Quellen hochfrequenter Felder - am Arbeitsplatz, Zuhause und in der Umgebung - der Fokus gesundheitsbezogener Studien, die in jüngster Zeit durchgeführt wurden, richtete sich jedoch auf Mobiltelefone und Rundfunksender. Studien, welche durch die IEGMP überprüft wurden, deuteten auf mögliche kognitive Effekte durch die HF-Felder mobiler Telefone und mögliche Effekte pulsmodulierter Hochfrequenzfelder auf den Calcium-Haushalt des Nervensystems hin. Der allgemeine Beweis in Bezug auf kognitive Wirkungen bleibt unschlüssig, während die Vermutung von Wirkungen auf den Calcium-Haushalt durch die jüngsten, besser durchgeführten Studien nicht gestützt werden konnte.
Die Erkenntnisse biologischer Untersuchungen lassen darauf schliessen, dass Hochfrequenzfelder keine Mutationen hervorrufen oder das Tumorwachstum weder verursachen noch begünstigen. Die epidemiologischen Daten deuten insgesamt nicht auf kausale Zusammenhänge zwischen einer Einwirkung von HF-Feldern - insbesondere durch die Nutzung von Mobiltelefonen - und einem Krebsrisiko hin.
Die Bewohner im Umfeld von Mobilfunk-Basisstationen sind extrem niedrigen Feldstärken ausgesetzt und es spricht insgesamt nichts dafür, dass diese ein Gesundheitsrisiko darstellten. Was die Wirkung hochfrequenter Felder speziell auf Kinder angeht wurde wenig veröffentlicht und es wurden diesbezüglich keine neuen Studienergebnisse seit dem IEGMP-Bericht herausgegeben.
Insgesamt geben die seit dem IEGMP-Bericht veröffentlichten Forschungsergebnisse keinen Grund zur Besorgnis.
Das Schwergewicht der derzeit verfügbaren Erkenntnisse legt nicht nahe, dass Hochfrequenzstrahlung unterhalb der Personenschutzgrenzwerte eine nachteilige Wirkung auf die Gesundheit habe. Aber die Forschungsveröffentlichungen bezüglich einer Wirkung hochfrequenter Felder auf die Gesundheit sind nicht all umfassend und Mobiltelefone sind erst seit relativ kurzer Zeit in allgemeiner Verwendung. Die Möglichkeit bleibt deshalb bestehen, dass auch von HF-Feldern unterhalb der Grenzwerte gesundheitsrelevante Wirkungen ausgehen könnten; folglich muss weiter geforscht werden.