Beratung zur Begrenzung der Exposition durch elektromagnetische Felder

In Großbritannien laufen derzeit Bestrebungen, die Bestimmungen zum Schutz der Bevölkerung vor nicht ionisierenden elektromagnetischen Feldern im Rahmen der Harmonisierung innerhalb der EU zu vereinheitlichen.

Nachfolgend die Übersetzung einer Presseerklärung der NRPB (National Radiological Protection Board):


Die NRPB hat ein öffentliches Diskussionspapier1 herausgegeben, mit der Massgabe die Exposition elektromagnetischer Felder (EMF) auf Personen innerhalb von Arbeits- und Wohnbereichen zu begrenzen. In dem Dokument werden wissenschaftliche Ergebnisse zu gesundheitsschädigenden Wirkungen von EMF bewertet, und inwieweit derartige Nachweise bei der Festlegung von Grenzwerten zu berücksichtigen sind. Die NRPB schlägt in diesem Zusammenhang vor, die Grenzwertrichtlinien der ICNIRP (internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung) für England zu übernehmen. Ein Ziel des Diskussionspapiers ist es, Kommentare in Bezug auf EMF-Expositionsgrenzwerte und Vorsorgeaspekte zu erhalten. Die Frist zur Einreichung von Kommentaren läuft noch bis Montag, dem 28.Juli 2003.

In dem Diskussionspapier werden wissenschaftliche Erkenntnisse über mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit hinterfragt, sofern deren Veröffentlichung nach den vorangegangenen Bewertungen von 19932 und 19993 erfolgte. Weiterhin werden Einschätzungen von Expertengremien, einschließlich der internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (ICNIRP), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der unabhängigen Expertengruppe für Mobilfunk in England (IEGMP) und des beratenden Gremiums der NRPB für nicht ionisierende Strahlung (AGNIR) berücksichtigt. Im Rahmen der Bewertung werden Epidemiologie, Experimentalbiologie, Studien mit Freiwilligen und Dosimetrie betrachtet.

Wissenschaftliche Untersuchungen sind immer mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Dies ist auch bei der Interpretation von Studien zu möglichen gesundheitsschädigenden Wirkungen einer Exposition durch EMF zu berücksichtigen. Die Unsicherheiten in den Ergebnissen gut konzipierter und durchgeführter Studien lassen sich zwar statistisch einschätzen, sie sind aber möglicherweise nicht immer erklärbar. Da nicht die Gesamtheit aller Studien hohen Qualitätsansprüchen in Konzeption und Durchführung gerecht wird, muß diese Tatsache ebenfalls in jeder wissenschaftlichen Bewertung berücksichtigt werden. Folglich ist eine umsichtige Herangehensweise angebracht, wenn es darum geht, Empfehlungen zur quantitativen Begrenzung von Feldexpositionen auszusprechen.

Die NRPB verfolgt aufmerksam die Entwicklungen internationaler Organe wie WHO, ICNIRP und der Europäischen Kommission (EC) in ihrem Bestreben zur Harmonisierung der Richtlinien zum Schutz vor EMF.

Es wurde auch darauf geachtet, über eine mögliche Anwendung des Vorsorgeprinzips im Rahmen des Schutzes vor EMF nachzudenken. Im Dokument werden Vorschläge dargelegt, die als gemeinsame Ausgangsbasis allen Teilnehmern, einschließlich der allgemeinen Öffentlichkeit, eine offene Diskussion über EMF und das Vorsorgeprinzip erleichtern.

Die NRPB wird nach einer Begutachtung der zum Diskussionspapier erhaltenen Kommentare formale Empfehlungen an die Regierung zur Gestaltung von Richtlinien zum Schutz vor EMF aussprechen.

Abdrucke des Diskussionspapiers sind für 30 über folgende Adresse erhältlich:

NRPB Information Office, Chilton, Didcot, OX11 0RQ (tel: 01235 822742, fax: 01235 822746, email: information@nrpb.org). Zur Zahlung werden die gängigen Kreditkarten akzeptiert oder ein Scheck mit der Bestellung. Bitte berücksichtigen Sie 10% für Porto und Verpackung.

  1. NRPB Consultation Document. Proposals for Limiting Exposure to Electromagnetic Fields (0 - 300 GHz). NRPB Chilton, 2003.
  2. NRPB. Restrictions on Human Exposure to Static and Time Varying Electromagnetic Fields and Radiation. Doc NRPB 4(5), 7-63 (1993).
  3. NRPB. 1998 ICNIRP Guidelines for Limiting Exposure to Time-Varying Electric, Magnetic and Electromagnetic Fields (up to 300 GHz): NRPB Advice on Aspects of Implementation in the UK. Doc NRPB 10(2), 5-59 (1999).


Presseanfragen sind zu richten an: E-mail: pressoffice@nrpb.org


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