Neuburg (DK) T-Mobile hat nach eigenen Worten die Mobilfunkversorgung in Neuburg-Schrobenhausen deutlich verbessert. Hierfür wurde die Systemtechnik der bestehenden GSM-Anlagen (GSM, Global System for Mobile Communications) getauscht.
T-Mobile bietet jetzt laut Sprecher Markus Jodl eine höhere Qualität bei Gesprächen und eine schnellere Übertragung von Daten im GSM-Netz. Außerdem komme die neue Systemtechnik mit einem rund 30 Prozent niedrigeren Stromverbrauch aus. Der Systemtechniktausch in Neuburg-Schrobenhausen ist Teil eines bundesweiten Modernisierungsprogramms, das T-Mobile Mitte 2005 gestartet habe und das mittlerweile zu fast 70 Prozent abgeschlossen sei. Bundesweit stattet T-Mobile bis Ende 2007 mehr als 10 000 GSM-Mobilfunkstandorte mit modernster Systemtechnik aus. Die Sendeleistung oder Sendefrequenz der Anlagen ändere sich dadurch nicht. Neue Standorte würden nicht benötigt.
"Wir schaffen die weltweit modernste GSM-Plattform und stellen damit sicher, dass T-Mobile bei der Netzqualität die Nummer eins bleibt", sagt Markus Jodl, Pressesprecher von T-Mobile Region Süd. "Darüber hinaus wird T-Mobile mit Hilfe des Datenturbos EDGE seinen Kunden auch außerhalb der Ballungsräume einen breitbandigen Zugang zum Internet bieten können."
Scharf kritisiert Jodl die Pressemitteilung des Bundes Naturschutz (BN) vom 22. Februar ("Mobilfunkgegner warnen vor neuer Sendetechnik"): "Die Darstellung strotzt vor Fehlern. Es ist schade, dass eine sachliche Auseinandersetzung durch solche Darstellungen immer wieder verhindert wird. Wir fordern Fakten statt Furcht."
Keine neue Masten
In der BN-Pressemitteilung wird mit Blick auf EDGE ("Enhanced Data Rates for GSM Evolution") "vor der Einführung einer neuen Mobilfunk-Sendetechnik im Landkreis" gewarnt. Fakt sei: EDGE ist keine neue Mobilfunk-Sendetechnik, sondern lediglich ein intelligentes Verfahren, um den Datenverkehr im bestehenden GSM-Netz zu regeln. Dadurch führe EDGE im Endeffekt sogar zu Minimierung von Immissionen, weil die Verbindungszeiten sinken. Auch die Behauptung, "in Straß wird demnächst ein Mast mit dieser Anlagentechnik zur Versorgung der nahen B 16 und der Gemeinde aufgestellt", sei falsch. Fakt sei laut Jodl: Für EDGE seien überhaupt keine neuen Masten notwendig. Auch die Sendeleistung oder Sendefrequenz der bestehenden Standorte ändere sich durch das Übertragungsverfahren EDGE nicht. "Völlig abstrus wird es, wenn in Zusammenhang mit EDGE von einer mysteriösen Strahlung gesprochen wird, die mit derzeitigen Messgeräten nicht erfasst werden könne und die zahlreiche Erkrankungen auslöst", sagt Jodl. "Man muss es leider so deutlich sagen: Hier spricht jemand, der die Technik nicht einmal in Ansätzen verstanden hat. Hier spricht aber auch jemand, der mit der Angst bei einem Teil der Bevölkerung Schindluder treibt."
EDGE wird laut T-Mobile bereits seit Jahren in vielen Ländern der Welt erfolgreich eingesetzt, beispielsweise in Schweden, der Schweiz oder Österreich.