Mobiltelefone und Krebs - eine landesweite Kohortenstudie in Dänemark

Ergebnis der weltweit größten Studie zu denkbaren gesundheitlichen Gefahren durch Mobilfunk in Dänemark liegt vor:

Keine erhöhte Krebshäufigkeit bei Benutzern von Mobiltelefonen

Nicht authorisierte Übersetzung:
In Dänemark wurde die erste landesweite Studie zum Thema Nutzung des Mobiltelefons und Auftreten von Krebs durchgeführt. Alle Daten von 420.095 Personen, die zwischen 1982 und 1995 einen Mobilfunkvertrag bei einem der beiden dänischen Mobilfunkanbieter abgeschlossen hatten, bildeten die Datengrundlage. Anschließend wurden diese Daten mit dem dänischen Krebsregister verglichen.

Statistisch erwartet hatte man 3.825 Fälle von Krebs innerhalb dieser Personengruppe. Beobachtet wurden Tumore nur bei 3.391 Personen. Daraus ergibt sich ein signifikant vermindertes standardisiertes Inzidenzverhältnis (standardized incidence ratio, SIR) von 0,89 (95% Konfidenzintervall [CI] = 0,86 bis 0,92). Ein beträchtlicher Anteil dieses verminderten Risikos wurde dem geringen Auftreten von Lungenkrebs und anderen durch Rauchen begünstigten Tumoren zugewiesen. Aber auch bei den Tumoren, die in diesem Zusammenhang von besonderem Interesse waren, also bei den Hirntumoren, bei Tumoren des Nervensystems (SIR = 0,95; 95% CI = 0,81 bis l,12), bei Speicheldrüsentumoren (SIR = 0,72; 95% CI = 0,29 bis 1,49) oder Leukämie (SIR = 0,97; 95% CI = 0,78 bis 1,21) wurden keine erhöhten Werte festgestellt. Auch die Dauer der Nutzung, der Zeitraum seit der erstmaligen Nutzung, das Alter bei der erstmaligen Nutzung oder die Art des Systems (analog oder digital) hatten keine Erhöhung des Risikos für diese Tumorarten zur Folge.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchung lässt sich kein Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Risiko an einem Hirntumor, Leukämie, einem Speicheldrüsentumor oder einem sonstigen bereichsspezifischen Tumor zu erkranken erkennen.

Quelle: IZMF


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